Kleiner Roadtrip – von Kommetjie über die M65 nach Cape Point – Tagestour!

Südafrika ist ja besonders bekannt für seine wilde, wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft und das wunderbare Licht… Ihr müßt nicht unendlich in die Weite schweifen, um davon eine Kostprobe zu genießen, sondern könnt recht bequem von Kapstadt aus (wir starteten ab Kommetjie, da dort unsere Home-Base war) einen kleinen Roadtrip bis zum Cape Point machen und […]

Südafrika ist ja besonders bekannt für seine wilde, wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft und das wunderbare Licht… Ihr müßt nicht unendlich in die Weite schweifen, um davon eine Kostprobe zu genießen, sondern könnt recht bequem von Kapstadt aus (wir starteten ab Kommetjie, da dort unsere Home-Base war) einen kleinen Roadtrip bis zum Cape Point machen und Euch im Nationalpark „Cape of Good Hope“ treiben lassen… Hierfür sollte man einen ganzen Tag einplanen, wenn man nicht nur die schnelle Touri-Nummer durchziehen möchte, um Cape Point auf der Liste abzuhaken… Der National Park bietet wirklich mehr als das… und man sollte sich auch mal auf die Nebenstrecken begeben und vielleicht eine kleine oder größere Wanderung machen…

Bis zum Eingang vom Nationalpark fährt man über die M65 und bestaunt auch schon hierbei wunderbare Landschaft und tolle Ausblicke aufs Meer! Witsand, kurz hinter Kommetjie ist das erste Highlight… hier fährt man wirklich nicht vorbei, denn man sollte unbedingt aussteigen! Witsand ist ein super weißer, wilder Strand mit hohen Wellen – hier stellen sich meist einige hartgesottene Surf-Profis der Meeresherausforderung und man kann sie bewundern… Bestaunt haben wir die Wanderdünen (die jeden Tag anders aussehen), den weißen Sand, das wilde Meeresrauschen, die Leere, das unendlich türkisfarbene Wasser, die angespülten Muscheln, die vom Wasser abgeschliffenen großen Gesteinsbrocken (Boulder), im Hintergrund die bergige Küstenlandschaft mit den Fynbos-Pflanzen und den Milkwood-Bäumen, dazu das goldene, sehr klare Licht – diese Mischung ergibt eine sehr pure Schönheit – totale Entschleunigung und Staunen… Gerne verweilten wir hier, stiegen durch die Dünen, sammelten Treibholz und Muscheln und tobten die Dünen auf und ab… Da es für uns von Kommetjie um die Ecke lag, waren wir nicht nur einmal hier… immer wieder zog es uns an diesen wilden, schönen Ort…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es an der Küste entlang über die kleine Beach-Villen-Ansammlung Misty Cliffs. Hier hängen zumeist recht spektakuläre Beachhäuser am Hang und direkt über dem Meer… Hier zeigt sich meist ein besonderes Wetterphänomen… Durch das wilde Meer, die Gischt und den Wind und wahrscheinlich noch ein paar mehr Faktoren liegt unten am Strand meist ein kleines Nebelband… Das sieht toll aus von der Straße.

Das nächste Örtchen ist Scarborough – hier gibt es ein paar mehr Beachhäuser und zwei Restaurants… Die Atmosphäre ist super entspannt und familiär, es gibt einen wunderbaren Strand mit Boulder-Steinen und feinstem Sand, bei Surfern extrem beliebt… Wer hier schon Durst oder Hunger verspürt sollte im „The Village Hub“ rast machen… Ein super sympathischer Ort – zugleich Deli, Café, Bäckerei, Restaurant, Surfshop etc… Hier waren wir oft am Abend von Kommetjie aus, um den Sonnenuntergang zu genießen und etwas Leckeres zu essen. Viele Familien mit Kindern, Locals aus Scarborough, Surfer, Fahrradfahrer, die die Strecke „radelnd“ meistern… unten im Café gibt es einen Spielplatz und oben im Restaurant Bücher und Malstifte – die Kids lieben die gute Pizza…!!! Das Team ist mega freundlich, die Einrichtung lässig und sehr ansprechend, das Essen ist sehr frisch und extrem schmackhaft… bis Cape Point kommt auch nichts mehr wirklich und da sind die Angebote doch eher touristischer… Vor der Tür gibt es einen dazugehörigen Parkplatz – also Zwischenstop leichtgemacht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yammi:-)!

Nun kann man gestärkt oder erfrischt weiter auf der M65, etwas von der Küste weg, über Land fahren… Hier kommt man vorbei an einer Straußenfarm und sieht die gefiederten Riesen über Ihre Weiden staksen… Es mehren sich die „Warn-Schilder“ für Baboons – Paviane… Wer Glück hat kann eine kleine Herde am Straßenrand bestaunen… Füttern oder anlocken sollte man sie nicht… Wir hatten keinen Ärger mit ihnen und hielten uns beobachtend, dezent im Hintergrund…

 

 

 

 

Kurz vor Parkeingang passiert man einige Stände für Souveniers – Skulpturen aus Holz, Stein etc. und gelangt zum Gate… Hier sollte man sich auf eine kleine Wartezeit (sicher auch abhängig von der Uhrzeit) einstellen. Es gibt nur zwei Einlassspuren und die Abwicklung dauert etwas.

 

 

Nun fahren alle erstmal auf der Main Road quer durch den  Park zum Cape Point. Auf der Strecke erlebt man viel Weite, Landschaft, wilde Vegetation mit robusten Milkwood-Bäumen und Fynbos-Pflanzen, tolle Blicke auf das Meer links und rechts, weiße Strände und Buchten… Wer Glück hat sieht die ersten wilden Tiere – Bergzebras, Strauße, Buntböcke (Bontebok), kleine Antilopen (Elanantilope), Rehböcke, Kap-Geißböcke, Tschakma-Paviane… Am Ende angekommen, befindet sich ein Parkplatz… Der reicht nicht, so parkt man oft links und rechts der Straße davor und geht ein Stück zur Standseilbahn… Es gibt zwei Möglichkeiten, um auf die Bergstation bzw. den Aussichtspunkt von Cape Point zu kommen – 1 x ganz bequem mit der Standseilbahn „Flying Dutchman“ oder über einen steilen, gepflasterten Weg… Oben am Sockel des Leuchtturms bietet sich ein erhebender Blick über das 300 m tiefer liegende Meer in alle Himmelsrichtungen, über die False Bay und den Atlantik. Wir nahmen die Seilbahn rauf und den steilen Weg runter – beides war wirklich erlebenswert… Souveniers, Snacks, Eis und Getränke gibt es an der „Talstation“ des Flying Dutchman und Oben gibt es das feinere „Two Oceans Restaurant„, sowie einen Schnellimbiss…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dieser most wanted „Nice View“ gilt es natürlich den Park noch weiter zu erkunden… Hier bieten sich recht viele Möglichkeiten. Man kann etwas mit dem Auto ab vom Hauptweg cruisen – natürlich u.a. auch zum eigentlichen „Cape of Good Hope“ oder macht eine Wanderung am Strand oder durch die Landschaft – Wanderwege gibt es etliche sehr, sehr malerische, die auch als einfach beschrieben werden – unter „diesem Link“ findet Ihr diese Karte – auch am Eingang des Parks gibt es Kartenmaterial, ebenso im „Buffelsfontain Visitor Center“ in der Parkmitte, hier kann man auch geführte Touren buchen…. Besonders empfohlen werden entlang der Westküste der Thomas T. Tucker Shipwrek Trail und der Pfand nach Sirkelsvlei.

Nach dem wir kreuz und quer alle Parkrouten abgefahren waren, entschieden wir uns für den T. Tucker Shipwrek Trail – da das Cape of Good Hope ja ein sagenumwobener Knotenpunkt für Seefahrer ist und hier in der stürmischen, wilden und nebligen See viele, viele Schiffe gekentert sind… Das wohl berühmteste Wrack ist der „Fliegende Holländer,“ das unter seinem Kapitän Hendrik van der Dekken 1680 in der stürmischen See zerschellte…

Los geht es vom Olifantsbos Parkplatz. Ein Steinhaufen in den Fynbos-Gewächsen markiert die Route vom Olifantsbos zum Strand, hier läuft man weiter gegen Süden, vorbei am Olifantsbos Cottage (kann zum übernachten gemietet werden) und dann tauchen schon die ersten Schiffswracks auf, man findet altes Treibgut und einen alten Walschädel – es kommt richtig Seeräuber und Piratenromantik auf… Begleitet wurden wir am Strand (in sicherer Entfernung) von einem wilden Strauß… Es begenet einem kaum eine Menschenseele… Ein tolles Erlebnis, unser Sohn war mega inspiriert und fragte uns Löcher in den Bauch über die Seefahrt, Stürme und Witterungsverhältnisse… Bitte Trinkwasser mitnehmen und vielleicht einen kleinen Snack und nicht vergessen gegen die Sonne schützen… Der Weg geht ca. 7 Km – man kann jedoch jeder Zeit umdrehen und so verkürzen… nicht geeignet für Kinderwagen und man sollte schon etwas wanderlustige Kinder haben… oder eine Kraxe… 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Olifantsbos Cottage – für Romantiker, Naturliebhaber – es ist traumhaft gelegen, total einsam eingebetet in die wilde Landschaft…

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